Dalmatiner Eragon, Finja und Alessio

Auf den Hund gekommen

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Mein ganzen Leben lang wollte ich schon einen Hund haben. Einen Freund, mit dem man durch dick und dünn gehen kann, kurz nach meinem sechzehnten Geburtsag bekam ich dann die Erlaubnis meiner Eltern. Meine Mutter bekam selbst nie einen Hund, mein Vater hatte in seiner Kindheit mal einen, trotzdem war nicht viel Erfahrung da. Zuerst wollten wir einen Hund aus dem Tierheim. Die Rasse war uns egal, nur sollte er noch nicht all zu alt sein und sich mit Katzen vertragen, da hatten wir nämlich auch noch drei von im Haus. Im ersten Tierheim hatte ich mich sofort in einen Vierbeiner verliebt. Leider saß dieser wegen einem Beißvorfall im Tierheim, aus diesem Grund waren meine Eltern gegen diesen Hund. Wir fuhren ins nächste Tierheim, dort wurde uns gesagt, wir sollen uns mal nach einem umsehen. Tatsächlich viel mir dort auch eine 6 Monate alte Hündin auf, sie hatte die Rute im Welpenalter abgeschlagen bekommen und saß mit 4 Wurfgeschwistern im Zwinger. Meine Mutter fand diese Hündin auch prima. Wir gingen also zur Tierheimleitung um bescheid zu geben. Nun ja, diese wollte uns keinen Hund aushändigen, da ich die Bezugsperson sein sollte und ich noch nicht wusste, was ich nach der Schule machen möchte. Der arme Hund könnte ja wieder im Tierheim landen.
Mal von vorne rein, wenn dieser Hund auch nur eine Pfote in unser Haus gesetzt hätte, hätte ich ihn niemals mehr gehen lassen. Nun ja, wir sind dann wieder gefahren. Ich war total enttäuscht, wollte ich doch so gerne einen Hund haben. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für einen Welpen. Viel  Ahnung hatten wir davon nicht, ich suchte nach einer Rasse, Pointer, Dalmatiner oder Deutsch-Kurzhaar, einer von diesen. Ich entschied mich für den Dalmatiner. Ich wollte einen aktiven Hund, den man unter tausend anderen wieder erkennt, etwas ganz besonderes eben.
Bei uns in Mainz war gerade ein Wurf zur Welt gekommen, wir schrieben die Familie an, bekamen aber nie eine Antwort. Gott sei Dank. Die beste Freundin meiner Mutter ist selbst im Besitz zweier Rassehunde, sie meinte, wir sollen lieber viel Geld für einen Hund mit Papieren ausgeben, sie suchte mit uns nach einem geeignetem Züchter und wir fanden Familie Benner in Zweibrücken. Der E-Wurf wurde am 25.Februar geboren, ein gutes Omen, denn Papas Geburtstag ist am selben Tag der wollte übrigens immer noch keinen Hund haben, aber gegen zwei Frauen war er eben machtlos Wir riefen bei den Benners an, der Wurf war gerade 3 Wochen alt, keine Woche später waren wir dann auf dem Weg nach Zweibrücken. Im Internet hatten wir schon ein Auge auf den kleinen Eragon geworfen. Mit seiner starken Gesichtzeichnung schlich er sich in unsere Herzen.

Als wir dann im Wohnzimmer von Familie Benner saßen, die Welpen knuddelten und am liebsten alle eingepackt hätten, wurde auch Papa weich, sind halt doch ganz süß die Kleinen Schon als Baby war Eragon eine totale Schmusebacke und so entschieden wir uns alle drei für ihn. Dieser und sonst keiner zieht bei uns ein! Nachdem wir von der Züchterin auf Herz und Nieren geprüft wurden und sie wohl scheinbar ein ganz gutes Gefühl bei uns hatte, besuchten wir die Welpen in der 6 Lebenswoche noch einmal. Schon nach dem ersten Besuch war ich total aufgeregt und konnte es nicht mehr abwarten, bis der kleine Prinz endlich zu uns kommen würde. Wir sind sofort ins Futterhaus und haben uns eine Grundausstattung für einen Hund besorgt. Korb, Futternäpfe, Spielzeug etc. 

Am Tag der AEP-Untersuchung bekamen wir dann einen Anruf von Frau Benner, Eragon ist beidseitg hörend, wie alle seine Wurfgeschwister auch. Ehrlich gesagt war mir das egal, mit Zucht, Ausstellungen etc. hatte ich nicht viel am Hut.  Ich wollte einfach nur diesen kleinen Bengel, ob hörend oder nicht, war mir egal. Jetzt sieht das natürlich anders aus  

Am 24. April. 2010 fuhren wir wieder nach Zweibrücken um unseren Liebling abzuholen. Ein kleiner Stinker war er. Der süßeste Hund überhaupt. Ich kümmerte mich um ihn, wie um nichts anderes. Ging mit ihm in die Hundeschule, sah zu, dass er immer rechtzeitig rauskam damit kein Unglück im Haus passierte und Eragon hörte super! Er entwickelte sich zu einem sozialen, schlauen, souveränen und wunderschönen Rüden.

Als er 4 Monate alt war, besuchten wir mit ihm zum ersten Mal eine Ausstellung, Er kam von 5 Puppies (alles Auerbacher E-chen (: ) den zweiten Platz. So das wars, Blut geleckt. Ich besuchte in dem Jahr noch eine Ausstellung in Münchsgrün, zu der wir immer wieder gerne fahren. Trotz seiner starken Fleckung bekam er immer nur positive Bewertungen.

Nach einem Jahr war der Hunger nach einem Zweithund da. Jeder sagte, dass es noch zu früh sei, Eragon war ja gerade ein Jahr alt. Ich habs akzeptiert, verfolgte den aktullen F-Wurf von der Auerbacher Höhe und hab natürlich auch ein Auge auf die kleine Finja geworfen, die total treudoof aus der Wäsche blickte. Alle Welpen haben ihre Familien gefunden, doch wie der Zufall es will, stand Finja mit zarten 7 Wochen wieder zur Vermittlung. Jaa.. Was soll ich sagen? Ein bisschen hier diskutiert, ein bisschen da gequengelt und zwei Wochen später fuhren wir nach Zweibrücken um die kleine Maus zu holen. Sie ist ne Hexe aber ich bereue es nicht sie geholt zu haben. Sie ist unheimlich auf mich fixiert und auch mit ihr haben wir schon einige Ausstellungen besucht. Sie liebt es einfach im Ring zu stehen und sich zu zeigen. Meine kleine Prinzessin.

Ich bin sehr froh gerade diese zwei Persönlichkeiten bei mir aufgenommen zu haben und würde sie niemals wieder hergeben. Genauso froh bin ich, auf Familie Benner gestoßen zu sein. Vielen Dank für diese zwei Süßen. Wir freuen uns immer wenn wir euch sehen, was ja recht oft ist bei den vielen Veranstaltungen von euch! Jeder Zeit wieder würde ich mir einen Dalmi von euch holen